Die Junge SVP Nidwalden hat während der vergangenen Woche über die kommenden eidgenössischen Abstimmungsvorlagen beraten und mittels einer Online-Umfrage ihre Parolen gefasst.

NEUTRALITÄTSINITIATIVE
Wer in die Geschichte der Schweiz zurückblickt, sieht schnell, was unser Land ausmacht. Die Neutralität unserer Eidgenossenschaft hat sich über ein halbes Jahrtausend zu einem Erfolgsmodell entwickelt: Neutralität schützte uns Schweizer vor Krieg im eigenen Land, Neutralität gab uns Sicherheit und Wohlstand, Neutralität liess uns Kriegsgebiete unterstützen und ernsthafte Friedenspolitik betreiben. Aber unsere Neutralität ist vielen Politikern leider ein Dorn im Auge. Sie schränkt sie ein, von Fall zu Fall den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen. So wird die Neutralität in jüngster Zeit immer wieder neu definiert.
Für die Junge SVP Nidwalden muss dieses Opportunismus-Pendel von Neudefinitionen ein Ende haben. «Unsere Neutralität wird international immer weniger ernst genommen, wenn wir uns weiterhin so parteiisch präsentieren, kommen schlimme Zeiten auf uns zu!», meint Max Zimmermann (Ennetbürgen) hierzu.
Die Schweizer Neutralität ist einzigartig, denn sie basiert auf drei Säulen: Immerwährend, bewaffnet und umfassend. Sie gilt immer, auch dann, wenn es ungemütlich wird. Sie ist gesichert mit einer starken Armee, die unsere Unabhängigkeit hütet. Sie gilt auch dann, wenn keine Waffen im Spiel sind und ermöglicht so ihre Glaubwürdigkeit. Schärli Sven (Stansstad) zur Armee: «So wie viele andere junge Schweizer Männer ging auch ich zur Armee, und eines ist klar: Wenn ich in den Krieg ziehe, dann nur zum Schutz unserer Schweiz und der Schweizer Bevölkerung. Keinesfalls möchte ich, so wie wohl jeder andere auch, in einen Krieg für jemand anderes ziehen!»
Die Meinung innerhalb der Jungpartei war unbestritten: Die Junge SVP Nidwalden fasst einstimmig die JA-Parole zur Neutralitätsinitiative.

ERNÄHRUNGSINITIATIVE
Im kompletten Gegenzug zur Neutralitätsinitiative ist die Ernährungsinitiative ein Witz. Sie fordert mit einem Selbstversorgungsgrad von 70% ein komplett unrealistisches Ziel, welches die Schweizer Bevölkerung zur Ernährung wie zu Kriegszeiten zwingt. Der Staat müsste den Konsum der Bevölkerung bei tierischen Lebensmittel drastisch einschränken und das Volk quasi zum Veganismus zwingen. So nicht, meint Damien Dubreuil (Emmetten) hierzu: «Ich möchte nicht jedes Mal ins Ausland fahren müssen, wenn ich Lust auf ein köstliches Wiener Schnitzel habe – nur weil der Staat entschieden hat, was auf meinem Teller landen darf.»
Weil die Junge SVP Nidwalden nicht bevormunden lassen möchte, was Herr und Frau Schweizer auf dem Teller haben, sagt sie hier einstimmig NEIN und zieht somit mit der fast schon einmaligen Allianz von Links bis Rechts mit.

Die Junge SVP Nidwalden fasst somit die Ja-Parole zur Neutralitätsinitiative und die Nein-Parole zur Ernährungsinitiative. Und wenn die Unterstützung ihrer Mitglieder und Sympathisanten Früchte trägt, braucht es bei einem Ja zur Neutralitätsinitiative auch nicht mehr so drastisch einen Selbstversorgungsgrad von 70% und somit auch keine Ernährungsinitiative.